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Traditionelle Wallfahrt von Delbrück nach Werl mit 90 Teilnehmenden

Digitalpartner Delbrück e.V.
01.09.2025 00:00

Nach einem intensiven Pilgertag mit rund 65 Kilometern zu Fuß erreichte die Gruppe aus Delbrück die Basilika in Werl.

Pilgerinnen und Pilger legten rund 65 Kilometer zu Fuß zurück
 

Delbrück. Anfangs knapp 90 Wallfahrerinnen und Wallfahrer hatten sich von Delbrück aus auf den Weg nach Werl gemacht. Hier erteilte Pastor Manuel Klashörster der Gruppe vor dem Start von St. Johannes Baptist aus den Aussendungs- und Reisesegen. Wie auch Pastor Guido Potthoff begleitete er die Gruppe auf ihrem insgesamt 65 km langen Weg. Gläubige im Alter von 14 bis 81 Jahren waren singend und betend dabei.

Wer nicht regelmäßig zu Fuß unterwegs ist, weiß um die Notwendigkeit von Pausen. Die nahmen sich die Teilnehmer und freuten sich über die freundliche Versorgung mit Getränken auf den Höfen, auf denen sie an der Grenze zwischen Westenholz und Lipperode den ersten Stopp einlegten und ihr mitgebrachtes Frühstück verzehrten. Aber auch der Ausschank von Wasser und Tee durch das begleitende Delbrücker DRK, dessen Mitarbeiter bei Stopps auch müde Beine massierten und Wehwehchen versorgten, spielte bei der Wallfahrt eine wichtige Rolle. Tee wird für so viele Menschen, in 20 Litern fassenden Thermophoren zubereitet. Die wechselnden Früchteteesorten für die Herstellung von 60 Litern Getränk spendet und kocht seit 1995 das Delbrücker Unternehmen Georgs Genussbar, vormals das „Süße Kaufhaus“ der Familie Hedwig-Rettig. Denn bereits die Eltern von Georg Rettig haben das so gemacht und die Wallfahrer auf diese Weise unterstützt.

Für ein freudiges Wiedersehen in Werl sorgte Pastor Bernd Haase, der „seine“ Delbrücker bereits vor der Werler Stadthalle empfing. Gemeinsam, verstärkt durch die schnelleren Delbrücker Fahrrad-Wallfahrer und mit dem Auto nachgereiste Gläubige, zog die Gruppe in die Basilika ein. Bei der Willkommensandacht konnten zwei Delbrücker Jubilare geehrt werden. Der 75-jährige Gerd Ernst absolvierte mit der diesjährigen Wallfahrt sein 60-jähriges Jubiläum. 50 Jahre lang ist er dabei zu Fuß mitgegangen. Jubilar Richard Göstenmeier (68) nimmt seit 40 Jahren an der Wallfahrt von Delbrück nach Werl teil. Sein Enkel Elias (6) durfte dann auch die gespendete Wallfahrtskerze entzünden.

Das Pontifikalamt mit Kardinal Reinhard Marx und den Konzelebranten Pastor Klashörster und Diakon Rudolf Voss sowie die Abschlussandacht mit Pastor Bernd Haase werden den Pilgern neben allen Momenten des Wiedersehens mit alten Bekannten in besonderer Erinnerung bleiben. Ein besonderer Moment für die Delbrücker Wallfahrer wie Bernd Haase war sicherlich, dass die Tochter der Paramentenstickerin Albertine Maria Raffenberg, die die Wallfahrtsfahne für Delbrück erstellt hatte, eine von der im Mai dieses Jahres verstorbenen Mutter gestaltete rote Stola überreichte.

Mathias Schwabe, Lektor in Delbrück, hat die Fußwallfahrt vor zehn Jahren für sich entdeckt. Er beschreibt das Erlebte so: „Der Weg, die Anstrengung, das Gehen und Beten, wechselnde Landschaften, die Gespräche und das einmalige Erlebnis, gemeinsam unterwegs zu sein, um dann erschöpft aber froh am Samstag in die Basilika einziehen zu können, das kirchliche Programm in Werl und die Begegnung mit vielen anderen Pilgern – das alles schafft einen Resonanzraum, in dem ich neu und bzw. anders wahrnehme.“

Mit vielen solcher Eindrücke und Erlebnisse fuhren die Wallfahrer per Bus zurück nach Delbrück, feierten eine Abschlussandacht und brachten das Gnadenbild der Muttergottes zurück in den Bildstock. Auf die Wallfahrt im nächsten Jahr freuen sie sich schon jetzt. Pastor Manuel Klashörster hat bereits ein Zimmer im Pilgerkloster reserviert.

Bild 1:  Jubilar Richard Göstenmeier nimmt sein 40 Jahren an der Wallfahrt teil. Enkel Elias (6) darf die gespendete Wallfahrtskerze entzünden, die ihm Pastor Bernd Haase anreicht.

Bild 2:  Mit Pilgerbuch und Sonnenhut zwischen Windrädern und Feldern: Die Delbrücker Wallfahrer waren bei gutem Wetter unterwegs. Unterwegs wuchs die Gruppe auf über 100 Teilnehmende an.